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Corona – Und (k)ein Ende

Gänseblümchen_HoffnungHallo ihr Lieben,

ein kleiner, unscheinbarer Virus legt die ganze Welt lahm.

Schon verrückt, oder?

Aber irgenwie zeigt uns diese Zeit auch, dass man mit weniger als gedacht „klar“ kommt.

Auf einmal ist Home Office möglich! Auf einmal geht ein Videochat, statt eines Meetings am anderen Ende Deutschlands oder gar der Welt.

Aber klar, so einfach Manches klingt, so schwer ist es für einige Menschen.

Die Alleinerziehende, die keine Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind hat. Der Familienvater im Niedriglohnbereich, der in Kurzarbeit muss. Die Berufsanfängerin, die ihren Job nicht beginnen kann. Man könnte die Liste beliebig weiterführen.

Nun gelten die Beschränkungen für uns alle schon mehr als 4 Wochen. Und ich glaube jede*r von uns hat auf seine/ihre Art damit zu kämpfen.

Für mich ist es beispielwise erst einnmal merkwürdig, dass ich quasi jeden Abend zu Hause bin. Zu Nicht-Corona-Zeiten bin ich im Schnitt zwei bis drei Tage die Woche mit Terminen rund um mein Ehrenamt beschäftigt: Fraktionssitzungen, Bauausschuss oder Vorstandssitzung im Verein. Momentan findet das gar nicht statt und wenn, dann nur als Video- oder Telefonkonferenz. Hinzu kommt, dass mir die Leute, mit denen ich die Ehrenämter ausübe, echt fehlen. Das hätte ich nie gedacht. Aber wenn man sich immer wieder mal bei einer Telefonkonferenz hört, dann ist das momentan auch ganz schön.

Ein anderer Punkt, der mich „bedrückt“ ist einfach nicht „raus“ zu können. Nicht, dass ich ohne Corona sonderlich viel rausgehen würde, aber nun, wo man gar nicht erst die Möglichkeit hat, ist das irgendwie „bedrückend“. Klingt jetzt irgendwie komisch, aber ich kann euch das einem Beispiel vielleicht veranschaulichen: Die ganze Zeit (also vor Corona) wollte ich in einen bestimmten Laden bei mir in Threeoak. Immer wieder, wenn ich es mir vorgenommen habe, kam mir etwas dazwischen und ich habe lapidar gesagt: „Er läuft ja nicht weg, geh ich ein anderes Mal hin.“ Und jetzt, wo auch dieser Laden geschlossen hat, kann ich einfach gar nicht hin. Es ist irgendwie ein komisches Gefühl zu wissen, dass man derzeit einfach nicht die Möglichkeit hat, irgendwo hin zu gehen. Das bedrückt mich.

Aber ich kann den Maßnahmen auch ein bisschen Positives abgewinnen: Ich habe momentan Zeit beim Spazieren die Natur zu genießen (sofern es mein Heuschnupfen zulässt 😉 ). Ich habe Zeit weitere Papierwust-Ecken auszumisten und zu schreddern. Ich habe Zeit meinen Kleiderschrank auszumisten. Ich habe wieder Zeit regelmäßig mit meinen Omas (89 und 96 Jahre) zu telefonieren (besuchen geht ja nicht). Und ich habe wieder mehr Zeit für meine Mum.

Na ja und ansonsten genieße ich das Entschleunigen. Abends nach der Arbeit (ich habe täglichen Wechsel zwischen Büro und Home Office) nicht mehr im Stehen essen zu müssen, um dann wieder pünktlich bei einer Sitzung zu sein. Oder einfach abends ein Buch in die Hand genommen, da eben diese Sitzungen nicht stattfinden. Das ist schon schön.

Aber wie ich schon schrieb, vermisse ich es auch.

Und ich vermisse auch meine Freunde, mit denen ich mich in (un)regelmäßigen Abständen auf ein Kinobesuch oder einen Wein getroffen habe.

Ich sage mir aber: Diese Zeit wird wieder kommen und dann kann man es erst recht so richtig genießen.

In diesem Sinne bleibt alle gesund.

Eure Ann *wink*

Bildquelle

 

 

3 Kommentare zu „Corona – Und (k)ein Ende

  1. Jetzt öffnet ja wieder einiges, da geht wieder mehr. Ob das gut ist oder nicht, wird wohl „sichtbar“ werden. Liegt sicher auch an dem Umgang der Menschen damit. Wir waren gestern das erste Mal in einem Autokino. Im Grunde auch ein kleines Treffen von Freunden. Wir waren fünf Autos. Konnten uns sehen und vor und nach dem Film auch ein paar Sätze auf Abstand wechseln. Keine Regeln gebrochen und trotzdem war es schön.
    Allerdings würde ich raten, beim Autokino die Abendvorstellung zu nutzen, falls Interesse besteht. Die Vorstellung sollte tageslichttauglich sein und trotzdem hatten wir das Pech, dass man bei den dunklen Szenen fast nichts sehen konnte, bei dem guten Wetter das wir hatten. 😀

    Gefällt 1 Person

    1. Ich bin auch mal gespannt, wie sich die Lokerungen nun auf die Infektionszahlen auswirken und auch wie sich die Menschen verhalten werden.

      Oh Autokino, ist ja cool…Wir haben wir in der Nähe auch eines; vielleicht frage ich mal im Freundeskreis nach. Danke für den Tip 🙂

      Gefällt 1 Person

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