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Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag

Hallo ihr Lieben,

seid nicht abgeschreckt wegen der Überschrift. Es wird hier keine feministische „Propaganda“ betrieben!

Warum ich dann einen Eintrag schreibe? Nun, ich wollte mir einfach mal darüber Gedanken machen, ob man einen solchen Tag braucht.

Ich komme zu dem Schluss: Bedingt!

Mit Sicherheit sollte es einen Tag geben, an dem man(n) allen Frauen „gedenkt“ (ich finde jetzt keinen passenderen Ausdruck dafür). Aber sollte man nicht jeden Tag die Arbeit von Frauen ehren? Ihre Leistung, teilweise auf drei Hochzeiten (Job, Kinder, Haushalt) gleichzeitig tanzen zu müssen, anzuerkennen? Ganz klar JA.

Als dieser Tag damals, zu Zeiten des Ersten Weltkrieges, von Frauenrechtlerinnen ins Leben gerufen wurde, ging es ihnen um Gleichberechtigung. Richtig: Gleichberechtigung! Sie wollten wählen dürfen, wollten die gleichen Rechte haben, wie die Männer der damaligen Zeit.
Das Wahlrecht haben sie sich erkämpft. Die Gleichberechtigung? Eher nur bedingt. Bis heute gibt es keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau (zumindest hier).
Sicherlich kann man jetzt sagen, dass wir Frauen heute arbeiten gehen dürfen OHNE die Erlaubnis des Ehemannes oder Vaters. Sicherlich dürfen wir Frauen uns unsere Arbeitsstelle frei aussuchen. Auch dürfen wir Frauen uns frei bewegen oder sogar Auto fahren (was ja in manchen Ländern verboten ist).
Aber gleichberechtigt sind wir noch lange nicht!

Und wie überfordert die Politik mit dem Thema Gleichberechtgung ist, zeigt die am Freitag verabschiedete Frauenquote. Mit Sicherheit war/ist die Idee gut gemeint. Mit Sicherheit wollte man so Frauen die Chance auf einen Platz in Vorstandsgremien ermöglichen/ erleichtern.
Aber drehen wir den Spieß doch mal um: Möchte ich als Frau in einem Vorstandsgremium sitzen, weil ich eine Frau bin oder weil ich für den Posten qualifiziert bin? Für mich ganz klar Letzteres.

Und wenn ich schon gerade beim Thema Arbeit bin, da kommt mir zum Thema Gleichberechtigung gleich das Schlagwort Equal Pay in den Sinn Also gleiches Geld für gleiche Arbeit. Ich höre immer wieder in meinem Bekanntenkreis, dass Männer in gleichen Positionen mit der gleichen Arbeit viel mehr verdienen als Frauen. Ist das fair? Nein! Ich weiß auch, dass es nicht überall so ist, aber leider bei einem Großteil der Unternehmen.

Gleichberechtigung. Das ist ein Wort, das schnell gesagt ist. Finde ich zumindest. Gleichberechtigung dagegen umzusetzen ist ziemlich schwer. Die oben genannten Punkte zeigen nur einige Schwachstellen. Ich könnte noch weitergehen. Ich könnte noch andere Themen aufgreifen. Aber dann würde das den Rahmen sprengen. Vielleicht mal an anderer Stelle.

Nun aber zurück zu meiner Eingangsfrage, ob man einen solchen Tag nun braucht:
Ich bleibe dabei, dass man ihn bedingt braucht. Besinnt man sich auf die ursprüngliche Intention der Gründung des Internationalen Frauentages, dann braucht man einen solchen Tag. Allerdings sollte man nicht nur am 08. März an das Thema Gleichberechtigung von Frauen denken. Daran sollte man immer denken!

Übrigens eine kleine Information zum Schluss: In China haben Frauen am 08.März den Nachmittag arbeitsfrei.

Ich hoffe, ich habe euch nun nicht allzu sehr abgeschreckt. Mit diesem Eintrag wollte ich einfach mal meine Gedanken zum Thema Gleichberechtigung von Frauen aufschreiben (Dabei vergesse ich nicht die anderen Facetten der Gleichberechtigung).
Vielleicht kann ich auch eine kleine Dikussion anregen?

Daher zum Schluss meine Frage an Euch: Was ist Eure Meinung zum Thema Internationalen Frauentag? Zur Gleichberechtigung von Frauen?

In diesem Sinne freue ich mich auf Eure Kommentare. Nur eine Bitte: Bleibt sachlich und höflich. Danke.

Eure Ann ♥

Informationsquellen: Wikipedia, kleiner-kalender.de

2 Kommentare zu „Internationaler Frauentag

  1. Ich HASSE sämtliche internationale Irgendwastage. Ich finde, wir verlieren dadurch den Fokus. Es sollte eher Kampagnen geben, die sich ganzjährig mit den jeweiligen Themen befassen. Besonders schlimm finde ich in dem Zusammenhang auch Pinktober und Movember. Schön und gut, jetzt wissen wir alle, dass Frauen Brustkrebs bekommen und Männer Prostatakrebs, richtig? Oar! Was wirklich schlimm ist, ist doch, dass es so viele Krebsarten gibt, die unerforscht sind und woran eben deshalb die Menschen sterben…

    Aber zurück zum Frauentag. Ich finde, dass die Bewegung des Feminismus auch heute noch von Belang ist und ihre Berechtigung hat und haben sollte. Eben weil es noch ein langer Weg ist bis alle begriffen haben, dass unsere Arbeit genauso viel Wert hat wie Männerarbeit (vermutlich häufig mehr). Weil es noch viel zu viele Missstände in der Welt gibt, die beseitigt werden müssen. Allerdings werden wir das nicht damit erreichen, dass wir diesen einen Tag begehen. Das macht mich richtig wütend. Es muss JEDEN TAG etwas dafür getan werden – JEDER sollte um die Ungleichheit und um die Ungerechtigkeit wissen und sich dafür einsetzen, dass sich das ändert. Wenn das auch nur durch die Wahl des „richtigen“ Politikers/der „richtigen“ Partei geschieht.

    Meine zwei Pennies. Danke für deinen Beitrag!

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  2. Genau das Thema hatten wir hier neulich auch. Männe ist von Berufswegen her sehr vertraut mit der Materie und sieht es wie du (bzw. ich auch) – warum sollte man eine Stelle anders besetzen, um irgendwelche Quoten zu erfüllen, wenn jemand anderes besser geeignet wäre? Aber die Quote, oh Gott 🙄 Aber das denke ich persönlich jetzt nur in arbeitstechnischen Belangen.

    Emma Watson hat es mal sehr gut auf den Punkt gebracht, leider habe ich nicht das richtige Zitat zur Hand, aber sie sagte in etwa, dass Feminismus heutzutage viel zu schnell und viel zu oft in Männerhass ausartet, anstatt dass es um den Kern der Gleichberechtigung geht. Gutes Beispiel dafür: eine „Ultra-Feministin“, die ihr eigenes Kind abgetrieben hat, weil es ein Junge geworden wäre :crazy: Thema verfehlt, setzen, 6.

    Ansonsten sehe ich es wie Frau Träumer: warum solche Tage? Egal, worum es geht – bei FB habe ich das Beispiel mit dem Valentinstag gebracht; ein Vergleich, der sicherlich etwas hinkt angesichts der Tatsache, dass es dabei ganz offensichtlich sowieso eher um Kommerz geht. Aber der Hintergedanke ist doch immer: man bekommt einen Tag vorgesetzt, und an diesem hat man eine bestimmte Sache zu würdigen. Was isn mit den restlichen Tagen des Jahres? Unnötig, sowas.

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