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(LIFE) Kann man wirklich so naiv sein?

Hallo ihr Lieben,

gerade habe ich eine wirklich interessante Reportage auf ZDFinfo gesehen. Dabei ging es um das Phänomen Internet insbesondere das Social Network rund um Google, Facebook und Co. Dabei wurde auch auf die Gefahren, die im World Wide Web lauern, hingewiesen. So wurde zum Beispiel vor Fakeprofilen, aber auch vor Abzocke durch ebay-Verkäufer gewarnt. Bis dahin war alles noch gut – zumindest in meiner kleinen Welt. Doch dann habe ich echt gedacht, ich höre nicht richtig. Was war passiert? Hier eine kurze Zusammenfassung:

Nachdem also vor Abzockern auf ebay gewarnt bzw. deren Masche erklärt wurde, hat man sich dem Online-Dating und dort vorkommenden Fake-Profilen angenommen. So weit so tragisch – auch ich habe eine Bekannte, die auf ein Fake-Profil rein gefallen ist – es kann also wirklich JEDEM/JEDER passieren. Aber die Geschichte, die hier erzählt wurde, ließ mich wirklich an der Zurechnungsfähigkeit mancher Frau zweifeln. Es wurde die Geschichte einer Frau erzählt, die Opfer von dem so genannten Romance Scamming wurde. Sie lernte über ein Dating-Portal einen netten Mann kennen, der in den USA lebt und sich als gut verdienender Ingenieur ausgab. Die beiden schickten sich täglich seitenlange Mails und erzählten sich viel aus ihrem Leben. Eines Tages teilte er ihr mit, dass er bald nach Deutschland kommen wolle, in den USA nur noch ein paar Dinge zu erledigen habe. Diese „Dinge“ waren unter anderem ein Goldverkauf, der schließlich über Afrika gehen muste, da irgendetwas in den USA schief gegangen war. Um dies umzusetzen und schnell nach Deutschland zu kommen, brauche er Geld (Anmerkung: Da wäre ich schon skeptisch geworden!). Sie überweist ihm eine nicht kleine Summe. Kurz darauf, so sagt sie, sei er vom Pech verfolgt worden: Die Firma, in der er arbeite, sei abgebrannt und er nun arbeitslos. Und dann müsse er ins Krankenhaus wegen einer wichtigen OP, die er sich aber aufgrund seiner Arebitslosigkeit nicht leisten könne. Und noch eins, zwei Dinge, die er ihr erzählt. Die gute Frau, die ihn bis dato noch NIE persönlich getroffen und nur eins, zwei Mal mit ihm telefoniert hat, überweist ihm schleißlich bis zu 400.000 €, hat dafür sogar das Erbe ihrer Eltern aufgebraucht und sich einen Kredit genommen! Doch er ist bis zum Zeitpunkt der Dreharbeiten nicht nach Deutschland gekommen! Während eben diesen stellt sich schließlich heraus, dass sie Opfer einer (nigrianischen – da möchte ich mich nicht festlegen, es war auf jeden Fall ein afrikanisches Land) Betrügerbande wurde, die sich gezielt alleinstehende Frauen aus dem Internet herauspicken. Da war sie völlig schockiert! Mittlerweile musste sie sogar ihr Elternhaus verkaufen und wenn ich es richtig verstanden habe, bekommt sie Unterstützung vom Amt, da ihr Gehalt für die Kreditraten nicht ausreicht!

Soweit so tragisch. Aber ich stelle mir ernsthaft die Frage: Kann man wirklich so naiv sein? Nur weil mir ein Kerl seitenlange Mails schreibt, kenne ich ihn nicht. Und mit Sicherheit würde ich im keine 400.000 € leihen/ vorstrecken/ überweisen OHNE eine Sicherheit von ihm zu verlangen. Nein, selbst dann nicht! Die Frau war wirklich geschockt, als sie merkte, dass sie betrogen wurde. Da tat sie mir schon ein bisschen leid. Aber trotzdem zweifel ich da wirklich an ihrer Zurechnungsfähigkeit.

Vielleicht bin ich auch einfach ZU SKEPTISCH, aber 400.000 € jemandem zu leihen, den ich bis dato noch nie gesehen habe, wäre mir dann doch zu riskant. Oder was meint ihr? Bin ich mit der Frau zu hart ins Gericht gegangen?

In diesem Sinne OBACHT bei der Partnerwahl (ob online oder im wahren Leben)

Eure Ann ♥

5 Kommentare zu „(LIFE) Kann man wirklich so naiv sein?

  1. Nee, ich seh das genauso. Hab von solchen Fällen auch schon gelesen. Total irre, wie naiv manche Leute sind.

    Ich mein, ich hab mich (mit…15?) auch mal online bzw. per SMS verliebt. Aber in jemanden, der im Nachbardorf gewohnt hat und den ich spontan innerhalb von ein paar Tagen nach der ersten Nachricht persönlich treffen konnte. Und selbst in dem Alter hätte ich nach so kurzer Zeit niemandem Geld gegeben, auch keine 50€. Ich weiß nicht. Dafür muss man sich richtig kennen. Und mit richtig meine ich persönlich, mit Anfassen und so^^; und wesentlich länger als ein paar Wochen. Erst recht würde ich mich für jemanden am anderen Ende der Welt nicht verschulden. Ich frag mich bei sowas immer, wie einsam, wie verzweifelt man sein muss, dass man meint, die große Liebe gefunden zu haben, wenn man sich eigentlich gar nicht kennt. Und dass man dann auf sowas reinfällt. Traurig, irgendwie.

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  2. Es gibt tatsächlich Menschen, die für sowas prädestiniert sind…:roll:

    Ich mein, ich bin auch schon online auf Partnersuche gegangen. Getroffen habe ich mich mit EINEM Mann, und der war im Endeffekt nicht nur nicht mein Typ, sondern auch nur halb so viel „wert“, wie er zuvor angegeben hatte. Größtenteils wäre mir das egal gewesen (er hatte beispielsweise gesagt, „für“ Mercedes zu arbeiten, tatsächlich hat er am Fließband gestanden und Sprinter montiert), er war halt einfach nicht mein Fall und zudem noch sehr aufschneiderisch.

    Aber zum eigentlichen Thema: von außen konnte ich mir ähnliche Begebenheiten auch schon mit ansehen. Leider passieren solche und ähnliche Dinge öfter, als man glauben möchte, und es gibt auch genug „passende Opfer“.

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    1. Ja ich habe mich auch schon online umgeschaut…da gibt es so einige, die sich völlig falsch darstellen…das ist das EINE…
      Aber so naiv zu sein und jemandem Geld zu geben ohne ihn zu kennen…? NIEMALS…

      Da stimme ich Dir mit den „passenden Opfern“ 100% zu…

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      1. Man kann nicht mehr tun, als den Kopf darüber zu schütteln angesichts so viel Naivität. Es gibt aber auch rational denkende Menschen, denen sowas passieren kann. Wenn der Wunsch, einen Partner zu finden, stärker ist als die Vernunft, kann sowas schnell geschehen. Gerade, wenn es so märchenhaft klingt: ein Mann aus Übersee, kennengelernt über das Internet, against all odds…hach, das kann man seinen Freunden toll erzählen, da werden alle neidisch! – denkt die Frau und läuft sehenden Auges ins offene Messer.

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