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(KULTUR) Ein Stück Geschichte…

…wurde heute in Frankfurt dem Erdboden gleich gemacht.

Nun gut, vielleicht ist die Überschrift ein wenig übertrieben, aber ein Stück Kultur war es schon.

Heute Morgen, kurz nach 10:00 Uhr, wurde der legendäre AfE-Turm am Bockenheimer Campus der Uni Frankfurt gesprengt. Ja genau, GESPRENGT. Was ein Spektakel. Tausende Schaulustige hatten sich um den Turm herum versammelt, um aus nächster Nähe dieses Ereignis mitzuverfolgen. In den umliegenden Hochhäusern gab es sogar so genannte „Knallerfrühstücke“ mit Logenplatz. Schon Wahnsinn, was so eine Sprengung alles bewirken kann. Von den Kamerateams mal ganz abgesehen.

Endlich stand Frankfurt mal nicht wegen irgendwelchen Finazthemen im Fokus, sondern wegen der Sprengung eines Turms. Was eben daran so besonders ist? Nun ja, mit seinen 126 m ist der AfE-Turm der höchste Turm Europas, der jemals gesprengt wurde. Also doch ein Stück Geschichte. Aber ein Stück Geschichte, das heute geschrieben wurde.

Ich persönlich habe ja, trotz meiner Wohnortsnähe zu Frankfurt/Main, nicht in Frankfurt studiert und habe eigentlich gar keine wirkliche Bindung an den Turm. Allerdings war ich einmal im Rahmen eines Schulprojekts im Turm drin. Zwar nur unten – und habe leider nichts von den Fahrstühlen mitbekommen, die wohl 20 Minuten gebraucht haben – aber trotzdem kann auch ich behaupten, dieses Schmuckstück mal von innen gesehen zu haben.

Für alle, die sich nun seit Anfang des Eintrages fragen: Was fürn Turm? Welche Sprengung? Für Euch und auch die Anderen gibt es hier eine kurze Erklärung:

Wie schon gesagt, war der AfE-Turm ein Gebäude der Uni Frankfurt. Erbaut wurde der Turm 1970 bis 1972 und behrbergte nach seiner Fertigstellung Büro- und Seminarräume der Fachbereiche Gesellschaftswissenschaften und Psychologie. Die Abteilung Erziehungswissenschaft, durch welche der Turm seinen Namen hat, ist nie dort eingezogen, da sie noch vor Eröffnung des Turms schon wieder geschlossen wurde. Seit Mai 2013 stand das Gebäude leer und wurde dann heute Morgen gesprengt. (Quelle)

Vor der SprengungWährend der Sprengung
           Bildquelle                                                      Bildquelle

Viele Frankfurter StudentInnen verbinden/verbanden mit dem Turm eine gewisse Hassliebe. Er sah nie wirklich schön aus, war aber auch irgendwie nicht aus dem Bild des Bockenheimer Campus‘ weg zu denken. Viele sahen ihn auch als eine Art Kulturstück Frankfurts an.

Also auch irgendwie kein Wunder, dass sich heute so viele FrankfurterInnen um den Turm versammelt haben, um hautnah bei der Sprengung dabei zu sein. Ich habe mir das Ganze bequem vorm TV angeschaut – da hat man 1.) mehr gesehen und saß 2.) im Warmen…wobei viele von der beeindruckenden zu fühlenden Druckwelle sprachen, was wohl auch was ganz Besonderes gewesen sein muss.

In diesem Sinne freue ich mich, dass Frankfurt heute Geschichte geschrieben hat und bei der Sprengung alles gut lief. Mal schauen, was nun an seiner Stelle erbaut wird – weil da ist definitiv schon etwas geplant.

Eure Ann :wave:

3 Kommentare zu „(KULTUR) Ein Stück Geschichte…

    1. Die frühe Uhrzeit hat mich auch abgehalten hin zu fahren…ich hätte hier schon gegen 08:00 Uhr mit der Bahn wegfahren müssen…weil die nämlich sehr früh alles gesperrt haben…Am TV war es aber auch ziemlich beeindruckend 😉

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